Altersüberprüfung Tabakwaren

Jugendschutzgesetz – Ab welchem Alter ist das Rauchen gesetzlich erlaubt?

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Nicht selten sieht man Jugendliche auf den Straßen rauchen. Oft erhalten diese ihre Tabakwaren über die verschiedensten Wege. Da ego|green® das Thema Jugendschutz sehr ernst nimmt, wollen wir verhindern, dass Jugendliche ihre Tabakwaren auch über das Internet erhalten können. Der folgende Text klärt darüber auf, ab welchem Alter laut Jugendschutzgesetz geraucht werden darf und mit welchen Sanktionen Personen rechnen müssen, die Tabakwaren an Jugendliche abgeben.

Kein Verkauf von Tabakwaren an Jugendliche

Immer häufiger gelangen Jugendliche schon bevor sie volljährig werden an Zigaretten oder andere Tabakwaren. Dies geschieht beispielsweise über ältere Freunde, die ihre Tabakwaren an die Jugendlichen abgeben. Da das Jugendschutzgesetz jedoch strenge Regeln zum Thema Rauchen vorsieht, drohen Personen, die ihre Tabakwaren unerlaubt an Jugendliche weitergeben, harte Konsequenzen. Die Regelsätze für die Bußgelder unterscheiden sich je nach Bundesland und sind im Bußgeldkatalog für Jugendschutz einsehbar. Demnach ist für Jugendliche unter 18 Jahren der Erwerb von Tabakwaren vollständig verboten. Dies gilt seit 01. April 2016 auch für den Erwerb von E-Shishas und E-Zigaretten, die sich in den letzten Jahren auch bei Jugendlichen einer besonderen Beliebtheit erfreuten. Auch Zigarettenautomaten sind seit 2009 so programmiert, dass sie die Herausgabe von Tabakwaren erst ab 18 Jahren ermöglichen. Weiterhin ist es die Aufgabe des Personals in Supermärkten und Tankstellen bzw. von Betreibern von Gaststätten, Hotels oder Bars, im Zweifelsfall zu prüfen, wie alt ein möglicher Käufer ist. Laut §10 des Jugendschutzgesetzes sind auch Versandhandel in der Pflicht, den Jugendschutz einzuhalten. Demnach dürfen Tabakwaren und andere nikotinhaltige Erzeugnisse und deren Behältnisse im Versandhandel nicht für Kinder angeboten und an diese abgegeben werden.

Sicherheit im Versandhandel: Altersüberprüfung bei ego|green®

Bei ego|green® wird die Altersüberprüfung anhand des SCHUFA-ID Checks durchgeführt. Dafür wird die angegebene Meldeadresse mit den Daten der SCHUFA verglichen. Nur bei einer Übereinstimmung der Daten kann der Kunde eine Bestellung auslösen. Ein Personalausweis wird hierfür nicht benötigt. Die im Kundenkonto verifizierten Daten bleiben gespeichert und solange sich an der Adresse nichts ändert, gilt diese als verifiziert. Zusätzlich wird der Besucher vor Betreten der Webseite gefragt, ob er bereits volljährig ist.

Rauchen ist Jugendlichen in der Öffentlichkeit verboten

Ebenso wie der Verkauf von Tabakwaren ist auch das Rauchen selbst laut Jugendschutzgesetz erst ab einem Alter von 18 Jahren erlaubt. Unter dieser Altersgrenze dürfen Jugendliche nicht in der Öffentlichkeit rauchen. Dies gilt auch, wenn sie sich in Begleitung ihrer Eltern oder anderer Volljähriger befinden. Lediglich in den eigenen vier Wänden liegt die Verantwortung für den Nikotinkonsum ihrer Kinder bei den Eltern.

Bei Missachtung des Jugendschutzgesetzes drohen harte Strafen

Wer Tabakwaren an Jugendliche abgibt, muss mit einem Bußgeld von 1.000 Euro rechnen. Sanktionen von 1.500 Euro fallen für Personen an, die Jugendlichen zusätzlich das Rauchen in der Öffentlichkeit gestatten. Da es sich hierbei jedoch nur um einen Regelsatz handelt, kann sich das Bußgeld je nach Schwere des Vergehens auf bis zu 50.000 Euro erhöhen. Zudem kann die Nichteinhaltung des Jugendschutzgesetzes mit einer Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr geahndet werden.

Weitere Informationen zum Thema „Jugendschutzgesetz Rauchen“ finden Sie hier. Zudem bietet das kostenlose Ratgeberportal www.bussgeldkatalog.com viele weitere Ratgeber, eBooks und Informationen zu verschiedenen verkehrsrechtlichen sowie strafrechtlichen Themen.

Über den Verband für bürgernahe Verkehrspolitik e.V.

Der VFBV. e. V. wurde im März 2014 vom Anwalt Mathias Voigt gegründet und hat es sich zur Aufgabe gemacht, Fragen und Unklarheiten aus dem Verkehrsrecht zu beantworten und zu beseitigen. Hierfür veröffentlicht der VBFV e. V. Rechtsbeiträge zum Verkehrsrecht auf den Portalen bussgeldkatalog.org, bussgeldrechner.org und bussgeld-info.de.
Übergeordnetes Ziel ist es, umfassende Informationsportale zu schaffen, auf denen sich interessierte Bürgerinnen und Bürger über sämtliche Aspekte des Verkehrsrechts in Deutschland informieren können.

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