Wenn es nicht funktioniert: Klassische Dampferprobleme und ihre Lösungen

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Auch Dampfen will gelernt sein. Insbesondere Einsteiger und Umsteiger werden immer wieder mit Problemen konfrontiert, die es bei einer klassischen Zigarette nicht gibt! Vor einiger Zeit haben wir Euch bereits „Tipps rund um die e-Zigarette“ gegeben, nun möchten wir hier speziell auf typische Probleme eingehen, die während des Dampfens entstehen können.

Wer von der herkömmlichen Zigarette auf eine elektrische umsteigen will, ist mit so manchen Problemen konfrontiert, die bei der Tabakvariante fremd waren. Ob der ungewohnte Umgang mit den Flüssigkeiten, die andere Zugtechnik oder gar der nicht vertraute Flash der elektrischen Variante – Neulinge sind zahlreichen typischen Dampferhindernissen ausgesetzt. Hier ist es hilfreich, Ursachen und natürlich auch die Lösungen zu kennen, damit das Dampfen zum Vergnügen wird.

 

Problem Nummer 1 – Der Dampf lässt nach!

Für Anfänger und Umsteiger ist der Dampf ein wichtiges Kriterium. Je mehr, desto besser fühlt sich das Vergnügen an. Umso ärgerlicher ist es, wenn der Dampf plötzlich nachlässt und der Laie nicht weiß, was er tun soll. Ebenso kann die Dampfentwicklung von Anfang an nicht so sein, wie gewünscht.

Mögliche Ursachen: Die Dampfentwicklung einer E-Zigarette hängt zum einem vom Verdampfer (auch Clearomizer genannt) selbst ab, aber auch von der elektrischen Leistung. Sind Clearomizer und Akku zu schwach, kann weniger Dampf entstehen. Ebenso ist das Verhältnis von  Vegetable Glycerin (VG) und Propylenglykol (PG) ausschlaggebend für die Dampfentwicklung.

Die Lösung: Auch Anfänger sollten keine Billigprodukte kaufen. Zum einmaligen Ausprobieren mag das noch ausreichen, aber für den dauerhaften Gebrauch ist ein starker Akku und einer guter Verdampfer ein Muss. Spezielle Techniken wie beispielsweise Doppelspiralen („Dual Coil“) sorgen hier für das effektivste Dampfvergnügen. Wer viel Dampf bevorzugt, sollte ebenfalls auf Liquids mit einem hohen VG-Anteil setzen. Diese bieten eine deutlich stärkere Dampfentwicklung.

 

Problem Nummer 2 – Das Liquid schmeckt angebrannt

Was bei der Tabakzigarette gewünscht ist, kann bei der elektrischen Variante das Dampfvergnügen enorm trügen: Kokeliger Geschmack. Vor allem Anfänger haben häufig das Problem, dass der Geschmack der E-Zigarette irgendwie verbrannt ist. Hier darf man nicht verwechseln – das ist nicht der „Flash“ der E-Zigarette, sondern ein Fehler.

Mögliche Ursachen: Der verbrannte Geschmack entsteht häufig, wenn zu hastig an der E-Zigarette gezogen wird. Das passiert vor allem Dampfanfängern, die sich noch an die neue Zugtechnik gewöhnen müssen. Bei der elektrischen Zigarette muss das Liquid im Verdampfer und am Heizwendel angelangt sein. Auch die Dochte müssen von der Flüssigkeit getränkt sein, damit das Dampfen zu einem geschmackvollen Vergnügen wird. Der kokelige Geschmack entsteht, wenn diese nicht der Fall ist. Ebenso kann eine Fehlfunktion des Verdampfers die Ursache sein.

Die Lösung: Das Ziehen an einer elektrischen Zigarette sollte langsam geschehen, ist aber nicht länger als fünf bis sieben Sekunden notwendig. Ebenso kann sich zu wenig Liquid im Verdampfer befinden. Nach dem Befüllen des Clearomizers sollte dem Liquid ein wenig Zeit gegeben werden, damit es sickern kann und die Dochte vollgesogen sind. In manchen Fällen ist auch eine Reinigung des Verdampfers hilfreich, da sich Reststoffe festgesetzt haben und der Heizwendel möglicherweise verkrustet ist. Reinigung mit Wasser ist oft ausreichend, kann aber auch mit Alkohol geschehen. Auch sind der Clearomizer sowie seine Bestandteile nicht vor Verschleiß gefeit. Sollten bisherige Tipps nicht helfen, ist eine Neuanschaffung für das Dampfvergnügen notwendig.

 

Problem Nummer 3 – Der Flash fehlt

Das größte Problem, das Neudampfer oft haben, ist der zu geringe Flash. Gegenüber dem herkömmlichen Glimmstängel gelangt kein Rauch in die Lunge. Das kann so manchen Neuling enttäuschen. Auch das Nikotin kann bei der

Die Nikotinsucht befriedigen

elektrischen Variante nicht so wirken, wie es der Raucher bisher gewohnt war. Doch deswegen muss das Dampfen längst noch nicht aufgegeben werden.

Mögliche Ursachen: Bei der E-Zigarette wird nichts mehr verbrannt. Daher kann kein Rauch entstehen, der in die Lunge gelangt. Der herkömmliche Raucher ist aber an diesen gewöhnt und kann ihn in der ersten Zeit vermissen. Zum anderen geschieht die Freisetzung des Nikotins beim Dampfen deutlich langsamer als beim Rauchen.

Die Lösung: Die erste Hilfe ist hier einfach Geduld. Wer vom Raucher zum Dampfer wird, sollte sich eine Eingewöhnungsphase zugestehen und nicht gleich die Flinte ins Korn werfen. Ein stärkerer Dampf durch einen starken Akku oder Liquids mit höherem PG-Anteil können das enttäuschte Gefühl lindern. In manchen Fällen ist auch der Verdampfer mit zu viel Liquid gefüllt, dass kaum noch Dampf und damit „Flash“ entsteht. Hier ist manchmal weniger mehr. Dual-Coil-Modelle können ebenfalls eine Lösung sein. Manche Dampfer greifen auch auf Liquids mit Menthol zurück, da diese den bisherigen Flash besser nachahmen. Sollte auch nach einer Gewöhnungsphase der Nikotingehalt immer noch zu wenig sein, empfiehlt es sich, ein Liquid mit einem höheren Anteil zu wählen.

 

Problem Nummer 4 – es gluckert und gurgelt

Das macht so manchen Dampfer verrückt: zieht man einmal an seiner elektrischen Zigarette, gibt diese ein gluckerndes und blubberndes Geräusch von sich. Passanten drehen sich um, der Dampf ist längst nicht mehr der gleiche und das VERDAMPFER_CLEAROMIZERDampfen ist kein Vergnügen mehr. Bei diesem Problem sind Ursachen und Lösung jedoch meist eindeutig und einfach.

Mögliche Ursachen: In den meisten Fällen befindet sich zu viel Liquids im Clearomizer. Das Mittelrohr ist oft überfüllt und nicht alle Flüssigkeit kann verdampft werden. Das ergibt beim Ziehen an der elektrischen Zigarette dieses gluckernde Geräusch. In manchen Fällen ist der Akku schuld, der nicht die erforderliche Leistung bringt.

Die Lösung: Der Verdampfer sollte gereinigt werden: Einfach über Kopf halten und mit heißem Wasser säubern. Bei Bedarf können auch die Heizwendel ausgetauscht werden.

Der Sitz des Akkus sollte überprüft werden. Ist er aufgeladen? Bei Bedarf kann auch dieses Verschleißteil ausgewechselt werden.

 

Problem Nummer 5 – das Liquid läuft aus

Das war vor allem ein Anfangsproblem vieler Modelle. Die E-Zigarette „siffte“. Das Liquid trat an Stellen aus, wo es nicht sollte. Der Verdampfer war nicht immer dicht. Was mit zahlreichen Weiterentwicklungen fast vollständig abgeschafft wurde, kann jedoch immer noch zum Problem werden. Die E-Zigarette läuft auch bei geübten Dampfern manchmal noch aus.

Die Ursachen: Hier kann das Problem zum einen daran liegen, dass der Verdampfer ein minderwertiges Modell ist. Ebenso können Risse Schuld sein oder der Dichtungsring nicht mehr perfekt funktionieren. Ein falsches Zusammenschrauben kann ebenfalls eine Ursache sein, aber auch die falsche Zugtechnik kann das Auslaufen bewirken: Ein zu kräftiger Zug kann den Unterdruck im Clearomizer zu stark werden lassen, dass zu viel Liquid in den Verdampfer läuft. Das kann nicht mehr verdampft werden und läuft aus.

Die Lösung: Daher sollte der Verdampfer auf seine Funktionstüchtigkeit geprüft werden. Ist er kaputt, hilft nur noch das Austauschen dieses Verschleißteils. Handelt es sich um ein minderwertiges Modell, ist der Wechsel zu einer anderen Marke lohnenswert. Ist durch falsche Zugtechnik zu viel Liquid im Verdampfer angekommen, sollte dieser gereinigt werden: Mit den Lippen entgegensetzt durchpusten und danach mit Küchenpapier trocknen.

 

Es gibt noch zahlreiche weitere Problemen, die beim Dampfen auftreten könnten. Von einer trockenen Kehle bis hin zu Geschmacksproblemen ist hier eine breite Vielfalt gegeben. Doch mit Sicherheit ist eins zu sagen: Auch beim Dampfen kann jedes Problem gelöst werden. In diesem Sinne: Viel Vergnügen!

ein Kommentar zu “Wenn es nicht funktioniert: Klassische Dampferprobleme und ihre Lösungen”

  1. Wenn der Dampf angebrannt schmeckt hängt das meistent mit zu hohen Leistungen oder Nachflussproblemen beim Liquid zusammen. Ich empfehle die Leistung zu reduzieren oder einen anderen Verdampferkopf-Typ auszuprobieren. Bei Selbstwickel-Verdampfer könnte etwas weniger Watte abhilfe schaffen.

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